Universität-Mannheim

„Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen.“ Benjamin Franklin

Gilbert Burnet, Staatsmann und späterer Bischof von Salisbury, schreibt 1686 in seinem politischen Reisebericht: „Mannheim sei durch seine strategische Lage am Rhein von Natur aus zum wichtigsten Ort der Kurpfalz prädestiniert. Kurfürst Karl Ludwig errichtete hier eine feine Stadt und gewährt Liberty of Concience. Er habe die Vorteile der Gewissensfreiheit beim Wiederbevölkern der kriegszerstörten Kurpfalz erkannt.“ Karl Ludwig gewährt bahnbrechende Privilegien: Gewissensfreiheit, Konfessionsfreiheit, Gewerbefreiheit. Menschen aus aller Welt zieht es nach Mannheim. Man lebt am Rhein liberal, parliert pfälzisch, französisch, italienisch und niederländisch.

1720 ist Baubeginn der kurfürstlichen Winterresidenz in Mannheim, ein Barockschloss à la Versailles. Kurfürst Karl Theodor investiert in nie dagewesener Weise in höfisches Leben, Architektur, Kunst, Musik und Wissenschaft. Er gründet die Kurpfälzische Akademie der Wissenschaften, die großherzogliche Handelsakademie und etabliert die Entrepreneur-Kultur. Er vollendet den Barockschlossbau, der zu den größten Europas zählt. Und erbt das Bayerische Kurfürstentum. Bevor er (ungern) nach München zieht, gründet Karl Theodor das Nationaltheater Mannheim. Der Kurfürst versteht die Förderung von Kultur und Bildung als gut investiertes Geld, denn es hält eine Stadt am Leben.

Historisch, traditionell und kulturell nimmt die Investitionsstadt Mannheim markante Sonderstellungen in Europa ein. Ihr kurfürstlicher, international und liberal geprägter Geist, das Verständnis für die Sinnhaftigkeit von Investitionen in Wissenschaft und Bildung, in Forschung mit gesellschaftlichem Mehrwert, die Freude am sozialen Miteinander, am Lehren und Lernen in wunderschöner Architektur – all diese exzellenten Werte atmen weiter in der Europäischen Universität Mannheim. Sie zählt in den Disziplinen Wirtschafts- und Sozialwissenschaften zu den 20 besten Forschungsuniversitäten in Europa.

Die Hochschule Mannheim ist seit 1946 im Barockschloss zuhause. 1967 wird sie umbenannt in Universität Mannheim. Seit 1999 agiert die Universität als autonome Hochschule. 2002 rankt Mannheim als beste deutsche Universität mit Spitzenplätzen in BWL und VWL. 2004 fusionieren die Fakultäten Rechtswissenschaft und Volkswirtschaft. 2007 rankt die Universität erneut als eine führende deutsche Hochschule. 2008 wird sie Profil-Universität für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. 2013 erhält Dr. Hermann Röchling die Ehrensenatorenwürde für die Förderung von wissenschaftlichem Nachwuchs, internationaler wissenschaftlicher Leistungsfähigkeit und VWL. Die fachspezifische Förderung der Fontana Stiftung ermöglicht es, ausländische Spitzenlehrkräfte für die volkswirtschaftliche Fakultät der Universität Mannheim zu gewinnen. Zudem werden Doktoranden, Juniorprofessoren und deren Studien unterstützt.

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